Willkommen in den Breisacher Apotheken!

Rudolf Gnädinger

Der Herbst naht. Vielen Menschen ist er die liebste Jahreszeit. Weil er die Wälder kunterbunt einfärbt. Weil er allerlei Obst und Gemüse reifen lässt, auch und gerade entlang des Rheins, im Kaiserstuhl. Zum Beispiel die Äpfel. Wie lecker die Äpfel des Jahrgangs 2016 schmecken, nachdem ihnen seit Mitte August sonnige Wochen reichlich Süße bescherten, werden Sie ab 11. Oktober in Ihren drei Breisacher Apotheken – Stadt Apotheke, Europa Apotheke, Breisgau Apotheke – persönlich testen können.

Bitte bleiben Sie derweil gesund!


Ihr
Rudolf Gnädinger
Rudolf Gnädinger


hier finden Sie uns Karte zur Europa Apotheke

In der Stadt Apotheke kennt man
viele Kunden beim Namen

Sie ist die traditionsreichste der drei Breisacher Apotheken. Durch die Räume in der Neutorstraße 2 weht noch der vertraute Zauber jener renommierten inhabergeführten Stadtgeschäfte, wo man größten Wert auf persönlichen Service und eingehende Beratung legt. Die Atmosphäre in der Stadt Apotheke fühlt sich regelrecht familiär an. Nicht wenige Kunden finden seit Jahrzehnten her und werden mit Namen angesprochen.

Die Stadt Apotheke, führt hautfreundliche Kosmetikdepots von Vichy, Annemarie Börlind und Louis Widmer. Wer Naturheilmittel, Spagyrik oder Bachblüten schätzt, wird hier bestens beraten.

Ist die Lebensmitte überschritten, lassen Kunden von Zeit zu Zeit ihre Herz-, Leber- und Nierenwerte checken.

Die Stadt Apotheke unter Leitung von Marianna Bestmann beliefert Heime und deren Bewohner in und um Breisach direkt.

Neben deutsch (und alemannisch) wird in der Stadt Apotheke englisch, französisch und russisch gesprochen.

  • mehr als 15.000 verschiedene Artikel ständig vorrätig
  • auf Wunsch Import ausländischer Medikamente
  • ein Bote bringt Medikamente zu Ihnen nach Hause
  • individuelle Fertigung von Medikamenten
  • Herstellung von homöopathischen Heilmitteln und Nosoden
  • Blutuntersuchungen
  • Blutdruckmessung
  • Anmessen von Kompressionstrümpfen
  • Aktionen und Preisangebote
  • Partner der mea Apotheken
  • große Auswahl an apothekenexklusiven Kosmetikprodukten
  • Überprüfen und Ergänzen von Haus-Reiseapotheken und Kfz-Verbandskästen
  • Überprüfen von Wechselwirkungen, wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig verordnet sind
  • Auswahl an Blutdruckmessgeräten, Blutzuckermessgeräten, Inhaliergeräten
  • Verleih von Babywaagen
  • kostenlose Informationsschriften (Apotheken Umschau, Seniorenratgeber, Diabetesratgeber, Tierisch gesund & vital…)

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Logo der Europa Apotheke
Neutorstraße 2
79206 Breisach
Telefon Stadt Apotheke (07667) 218
Fax (07667) 1528
Mail: stadt@
breisacher-apotheken.de

Öffnungszeiten:
Mo-Fr  8.30-13.30 Uhr
             14.00-18.30 Uhr
Sa        8.30-13.00 Uhr
hier finden Sie uns Karte zur Europa Apotheke

Kurze Wege, barrierefrei erreichbar:
die Europa Apotheke

Der Frage, ob und inwieweit es zu Wechselwirkungen und unerfreulichen Interaktionen kommen kann, wenn verschiedene Medikamente gleichzeitig verabreicht werden, wird in der Europa Apotheke besonders gründlich nachgegangen. Die moderne Apotheke startete im Jahr 2004 in der Richard-Müller-Straße 3a. Im Volksmund heißt das Gebäude „Ärzteturm“ – beherbergt es doch mehrere Praxen und medizinische Einrichtungen.

Innenstadtnah und par terre gelegen, ist die Europa Apotheke absolut barrierefrei zugänglich. Das kommt älteren Menschen, die nicht mehr so beweglich sind, und Gehbehinderten entgegen. Kostenlose Parkplätze finden sich direkt vor der Eingangstüre, darunter ein Behindertenparkplatz.

Inhaber Rudolf Gnädinger führt die Europa Apotheke zusammen mit Dr. Monika Paulus und Dr. Julia Wunsch-Palasis. Hochwertige Kosmetikdepots von NUXE, LaRoche Posay, Avène, Eucerin, Dr. Hauschka und Weleda stellen praktisch jeden Hauttyp zufrieden.

Die Europa Apotheke hat sich auf die Anfertigung individueller Rezepturen spezialisiert.

Neben deutsch (und alemannisch) wird in der Europa Apotheke englisch, französisch, türkisch und russisch gesprochen.

  • mehr als 15.000 verschiedene Artikel ständig vorrätig
  • auf Wunsch Import ausländischer Medikamente
  • ein Bote bringt Medikamente zu Ihnen nach Hause
  • individuelle Fertigung von Medikamenten
  • Herstellung von homöopathischen Heilmitteln und Nosoden
  • Blutuntersuchungen
  • Blutdruckmessung
  • Anmessen von Kompressionstrümpfen
  • Aktionen und Preisangebote
  • Partner der mea Apotheken
  • große Auswahl an apothekenexklusiven Kosmetikprodukten
  • Überprüfen und Ergänzen von Haus-Reiseapotheken und Kfz-Verbandskästen
  • Überprüfen von Wechselwirkungen, wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig verordnet sind
  • Auswahl an Blutdruckmessgeräten, Blutzuckermessgeräten, Inhaliergeräten
  • Verleih von elektrischen Milchpumpen und Babywaagen
  • kostenlose Informationsschriften (Apotheken Umschau, Seniorenratgeber, Diabetesratgeber, Tierisch gesund & vital…)

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Logo der Europa Apotheke
Richard-Müller-Straße 3c
79206 Breisach
Telefon Europa Apotheke (07667) 942 055
Fax (07667) 942 053
Mail: europa@
breisacher-apotheken.de

Öffnungszeiten:
Mo-Fr  8.00-19.00 Uhr
Sa        8.30-13.00 Uhr
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Ätherische Öle, Arznei für Tiere
und Diabetik in der Breisgau Apotheke

Defekturen sind in der Breisgau Apotheke überhaupt kein Problem. Artikel 8 der deutschen Apothekenbetriebsordnung erlaubt Defekturen, also die Anfertigung eines Arzneimittels im Voraus. Umgangssprachlich werden Defekturen auch verlängerte Rezepturen oder Rezepturen auf Vorrat genannt.

Seit Januar 2015 gehört die Breisgau Apotheke zu den drei Breisacher Apotheken des einheimischen Apothekers Rudolf Gnädinger und wird geleitet von Franziska Noth.

Für Kunden stehen in der Vogesenstraße 2 kostenlose Parkplätze bereit. Der ebenerdige Eingang ist barrierefrei auch mit Rollstuhl oder Rollator zugänglich.

Nahe beim Seniorenpflegeheim Breisach gelegen, beliefert die Breisgau Apotheke die Einrichtung der Evangelischen Stadtmission Freiburg e. V. direkt.

Wer ätherische Öle mit den unterschiedlichsten Aromen oder Wirkungen sucht, wird hier bestimmt fündig. Kosmetikdepots von NUXE und LaRoche Posay.

Hinsichtlich Präparaten und Produkten für Diabetiker ist die Breisgau Apotheke erstklassig sortiert. Außergewöhnlich ist auch die Auswahl an Arzneimitteln für Tiere.

Neben deutsch wird in der Breisgau Apotheke englisch, französisch und russisch gesprochen.

  • mehr als 15.000 verschiedene Artikel ständig vorrätig
  • auf Wunsch Import ausländischer Medikamente
  • ein Bote bringt Medikamente zu Ihnen nach Hause
  • individuelle Fertigung von Medikamenten
  • Herstellung von homöopathischen Heilmitteln und Nosoden
  • Blutuntersuchungen
  • Blutdruckmessung
  • Anmessen von Kompressionstrümpfen
  • Aktionen und Preisangebote
  • Partner der mea Apotheken
  • große Auswahl an apothekenexklusiven Kosmetikprodukten
  • Überprüfen und Ergänzen von Haus-Reiseapotheken und Kfz-Verbandskästen
  • Überprüfen von Wechselwirkungen, wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig verordnet sind
  • Auswahl an Blutdruckmessgeräten, Blutzuckermessgeräten, Inhaliergeräten
  • Verleih von elektrischen Milchpumpen und Babywaagen
  • kostenlose Informationsschriften (Apotheken Umschau, Seniorenratgeber, Diabetesratgeber, Tierisch gesund & vital…)

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Logo der Breisgau Apotheke
Vogesenstraße 2
79206 Breisach
Telefon Breisgau Apotheke (07667) 7537
Fax (07667) 940 254
Mail: breisgau@
breisacher-apotheken.de

Öffnungszeiten:
Mo-Fr  8.00-12.30 Uhr
             14.30-18.30 Uhr
Sa        8.00-12.30 Uhr

UNSERE SPARTIPPS




Irrtümer vorbehalten. UVP = unverbindliche Preisempfehlung im Vormonat.
*Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Angebote gelten nicht während des Apothekennotdienstes.



A K T U E L L

Sandra Mattmüller ist in der Vogesenstraße glücklich

BREISACH. Sandra Mattmüller preist ihre vergleichsweise vielseitige Tätigkeit in der Breisgau Apotheke als perfekte berufliche Situation. “Hier bin ich glücklich und zufrieden.”

Sie bräuchte das gar nicht extra zu erwähnen – das merkt man ihr an. Während in großen Häusern jede Mitarbeiterin ein eng begrenztes Aufgabenfeld habe, sei in der Breisgau Apotheke jeder für alles zuständig, für das Anrühren von Rezepturen genauso wie für Warenwirtschaft und Handverkauf. Und weil der Kundenandrang dort draußen, in der Vogesenstraße, geringer ist als mitten in der Stadt, bleibe mehr Zeit für wirklich eingehende Beratung. Das sei umso wertvoller, nachdem Ärzte heutzutage längst nicht mehr so viel verschreiben dürfen wie Anfang der 1990er Jahre, als Sandra Mattmüller ihre PTA-Ausbildung mit dem Praktikum in der Stadt Apotheke abschloss.

Bald darauf wurde sie schwanger und zog sich zugunsten ihrer Kinder aus dem Beruf zurück. Nach der Familienpause arbeitete sie 14 Jahre in der Breisgau Apotheke, unter anderer Leitung. Viele Kunden kennen sie aus dieser Zeit. Danach fand sie vorerst Anstellung in Ihringen. Als die Breisgau Apotheke dann anno 2015 die drei Breisacher Apotheken des Rudolf Gnädinger komplettierte, da kehrte Sandra Mattmüller gerne zurück an ihre altvertraute Wirkstätte.

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Vielsprachige Beratung

BREISACH. Neben Deutsch, Alemannisch und Lateinisch wird in den drei Breisacher Apotheken – Stadt Apotheke, Europa Apotheke, Breisgau Apotheke – Englisch, Französisch, Türkisch und Russisch gesprochen.

Christelle Heit ist Französin, Neslihan Ekin hat türkische Wurzeln, Catherine Winter stammt aus Schottland. Die Muttersprachen mehrerer Mitarbeiterinnen mit internationaler Herkunft werden immer wieder dankbar in Anspruch genommen, was manche Verständigung enorm erleichtert. Aber auch die in der Schule erlernten Fremdsprachen - Englisch und Französisch - werden täglich auf die Probe gestellt.

Die Grenznähe bringt es mit sich, dass viele Franzosen hier ihre Medikamente besorgen.

Vor allem in der Stadt Apotheke. Zumal etliche Präparate jenseits des Rheins nur sehr

schwer zu bekommen seien. „Manche Patienten von drüben sagen, sie würden gezielt zu uns geschickt werden“, beobachtet Catherine Winter. Besonders Linda Gungl, die es in der Schule und während des Pharmaziestudiums erlernt hat, sowie Christelle Heit parlieren dann mit diesen Clients.

Häufiger noch wird Englisch gesprochen. Breisach lockt zahllose Touristen aus aller Welt an, die dann ihre Wehwehchen haben oder etwa nach Sonnencreme verlangen. Allein die hiesige Schiffsanlegestelle spült jedes Jahr Tausende ausländischer Reisender in die Münsterstadt. Viking River Cruises und viele andere Veranstalter schippern den Rhein entlang und machen gerne hier fest.

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Abgelaufene Arznei bloß nicht ins WC kippen!

BREISACH. Wie lange lagen die Schmerztabletten schon in der Schublade? Als dann der wurzelbehandelte Zahn Samstagnacht widerlich zu pochen begann, stellte sich heraus: Die Ibus – und nicht nur die – waren längst abgelaufen...

Damit das nicht passiert, sollte man einmal jährlich den Bestand der Hausapotheke auf Haltbarkeit überprüfen. Aber wohin dann mit den unbrauchbar gewordenen Medikamenten? Keinesfalls in die Toilette! Sie kommen in den Mülleimer, im Recyclinghof in die Schadstofftonne oder werden dem Schadstoffmobil mitgegeben.

Arznei belastet den Wasserkreislauf. Laut Umweltbundesamt werden bei Proben das ganze Jahr über und flächendeckend in Fließgewässern, aber auch im Grundwasser 150 unterschiedliche Wirkstoffe festgestellt. Spuren von Arzneimittel-Rückständen finden sich auch im Trinkwasser. Diese Werte, betont das Umweltbundesamt, „stellen zwar keinerlei Risiko für die menschliche Gesundheit dar. Dennoch sollte, allein aus Sicht eines vorsorgenden Umwelt- und Gesundheitsschutzes, der Eintrag von Arzneimitteln in die Umwelt so gering wie möglich sein.“

Ein Teil der Arznei-Rückstände gelangt auf natürlichem Weg ins Wasser: Wer ein Schmerzmittel schluckt, scheidet knapp zwei Drittel der Wirkstoffe durch den Urin wieder aus. Umso wichtiger ist es da, nicht noch mehr Medikamente ins WC zu kippen. Auch Arzneifläschchen sollten vor dem Wegwerfen nicht ausgespült werden.

Abgelaufene Medikamente zählen zum Siedlungsabfall. Siedlungsabfall kommt in die Tonne und von dort in die Müllverbrennungsanlage und die Asche auf die Mülldeponie. Etwaig verbleibende Restgifte werden mitsamt dem Sickerwasser am abgedichteten Deponieboden aufgefangen.

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Wie sportlich ist man in Breisach?

BREISACH. Auf dem Sofa sitzen und dem SC Freiburg bei der Arbeit zuschauen – das macht Spaß. Und was tun Sie für Ihre eigene Fitness?

Es gibt Menschen, die feiern das Ende eines langen Sommers und den Beginn der neuen Fußball-Bundesliga-Saison wie Neujahr. Endlich rollt der Ball wieder – und der SC Freiburg ist diesmal wieder oben mit dabei! Aber wie sportlich ist Breisach? Wo hält man sich fit in der Stadt? Was verlockt noch, außer Fußball?

      Der Rhein lädt zum Rudern ein

Der Rhein lockt. Und der Ruderverein. Seit Jahren steigen die Mitgliedszahlen beim BRV. Jugendliche fangen aus Neugier an, bald schon sitzen Vater und Mutter mit im Boot. „Weil es ein Erlebnis ist, gemeinsam mit anderen in konzentrierter Ruhe auf dem stillen Rhein dahinzugleiten“, sagt der Vorsitzende Hubertus von der Goltz. Weil, wie es der Verein auf seiner Webseite propagiert, Rudern Entspannung, Naturverbundenheit, Kraft und Schönheit vereint. Und weil das Miteinander im Verein Spaß macht.

Rudern ist Ganzkörper-Sport im Sitzen. Frauen wie Männer, viele älter als 70, sind Mitglied. Das Gehen fällt manchem schwer. Aber wer sich im und auf dem Wasser fortbewegt, schlägt der Schwerkraft ein Schnippchen. „Die flitzen mit ihrem Boot nur so dahin, es sieht nahezu schwerelos aus“, sagt von der Goltz und nennt drei Gründe, warum Rudern gerade Älteren gut tut: weil es die Rückenmuskulatur stärkt, die Gelenke schont und den Kreislauf anregt. Und, ganz wichtig: Man ist dabei an der frischen Luft.

Anderswo mag das Rudern eine Nischensportart sein. Breisach ist stolz auf seinen Ruderverein. Der Landesruderverband hat sein Leistungszentrum hier aufgeschlagen und vergibt die Landesmeisterschaften gerne nach Breisach, immer wieder trainieren internationale Profiteams auf einem der besten Rudergewässer in Deutschland, vielleicht von Europa. Der vom Schiffsverkehr befreite Altrhein bietet auf zehn Kilometer Flussstrecke ideale Bedingungen. Vor den Olympischen Spielen in Rio gastierten Deutschlands Frauen-Achter und die Nationalmannschaft Großbritanniens, mit der der Verein eine Kooperation bis 2020 vereinbart hat, außerdem die US-Nationalmannschaft; in den Jahren zuvor kamen die Teams aus Finnland, Neuseeland und Australien.

Der Verein zählt 250 Mitglieder, Tendenz steigend. Wer nicht wasserscheu ist und mindestens das Seepferdchen-Abzeichen als Schwimmnachweis vorzeigen kann, ist eingeladen mitzumachen. Näheres erfahren Sie im Internet und beim Vorsitzenden Hubertus von der Goltz, Telefon (0174) 9090 577.

   Zertifiziertes Top1000 Fitness-Studio

Eine Institution in punkto Fitness und Gesundheit ist das 1985 von Guido T. Sieger gegründete Fitness-Studio Breisach in der Gerberstraße; mit dem Gütesiegel „Prä Fit“ ausgezeichnet, darf es sich zu den 1000 besten Clubs in Deutschland zählen.

Joachim Grüner, der gemeinsam mit Marina Sieger das Fitness-Studio leitet, ist lizenzierter Fitness- und Personaltrainer, ein Trainer mit breitem Fachwissen, der seinen Beruf lebt und liebt, Triathlon macht und als Sohn sportbegeisterter Eltern seit dem sechsten Lebensjahr selbst Sport treibt. Klare Worte findet Joachim Grüner, wenn es darum geht, dass der Mensch ab einem bestimmten Lebensalter Jahr für Jahr Muskelmasse verliert. Das macht sich beim alltäglichen Tagesablauf bemerkbar – dem sollte man mit einem konsequenten Kraft-Ausdauer-Training entgegenwirken. Dies, sagt Grüner, sei die Basis von allem, egal, ob der Rücken zwickt, der Kreislauf angeregt oder Gewicht reduziert werden soll.

Grüner: „Sie kommen zu uns, wir beraten Sie und legen gemeinsam fest, mit welchem Training wir starten. Zeitgemäß kann dies zum Beispiel eine 30minütige Runde in unserem Kraft-Ausdauer-Zirkel sein, bestehend aus sechs Kraft- und zwei Ausdauereinheiten. Das System wird von einer Chip-Karte gesteuert und ist einfach zu bedienen.“

Wer sich bislang noch nicht ans Geräte-Training gewagt hat, verliert rasch die Scheu und trainiert schon bald Seite an Seite mit ambitionierten Sportlern. Mehr Informationen gibt es im Internet und im Fitness-Studio Breisach, Gerberstraße 5-7, Telefon (07667) 6400.

   Was tun bei Übergewicht?

Gerade bei übergewichtigen Kindern, sagt AOK-Ernährungsberaterin Anke Blattmann, genüge es oft nicht, sie zum Sport zu schicken. Weil man Kinder nicht auf Diät setzen darf und Verbote kaum nützen, da sie ständig umgangen werden, wird aus Ernährungsberatung rasch Lebensberatung. Anke Blattmann: „Eltern sollten auf Schlafgewohnheiten achten und darauf, ob ihr Kind psychisch stabil ist. Eltern sollten sich fragen: Bin ich zu vorsichtig?“

Aus ihrer täglichen Praxis kennt sie Fälle, in denen Eltern den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder unnötig einschränken. Weil es gefährlich sein könnte, dürfen die Kinder nicht auf Bäume klettern; aus Angst, dass im Straßenverkehr etwas passieren könnte, fährt man sie zur Schule. Dabei könnten die Kids hinradeln.

Älteren Menschen, die mit einem Zuviel an Pfunden kämpfen, rät Anke Blattmann zu Bewegung und Gelassenheit: „Setzen Sie sich als Ziel, Ihr Gewicht zu halten, das ist oft schwer genug. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung. Orientieren Sie sich an den Tipps der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.“ Im Unterschied zu einschlägigen Medien, wo alle paar Wochen neue Schlankheitstipps die Runde machen, stellt der Verein fundierte wissenschaftliche Leitlinien vor. „Die haben sich in den vergangenen zehn Jahren nicht geändert“, sagt Anke Blattmann.

Im Übrigen gilt: „Bewegen Sie sich täglich mindestens eine halbe Stunde. Steigen Sie Treppen, gehen Sie spazieren, rollen Sie Ihren Hometrainer vor den Fernseher, gehen Sie ins Fitness-Studio.“

Wer sich nicht vertraglich binden möchte, kann Kurse buchen, die auf wenige Wochen beschränkt sind. Im Oktober etwa bietet Gerda Kößmeier in ihrem Studio Mobilé in der Kupfertorstraße donnerstags um 10.15 Uhr unter dem Titel „Hockergymnastik“ einen Kurs an, der sich auch für Menschen eignet, die in ihrer Gehfähigkeit beeinträchtigt sind. Weitere Informationen gibt es unter Telefon (07667) 911 125. Außerdem beginnen im Oktober 2016 im „Mobilé“ drei von der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) ausgerichtete Fitness- und Gesundheitskurse. Diese Kurse sind exklusiv für AOK-Mitglieder.

Wie alle Krankenkassen, versucht auch die AOK ihre Mitglieder durch Anreize zu mehr Sport zu animieren. Frank Kölble, Pressesprecher der AOK Südlicher Oberrhein in Freiburg: „Jeder Versicherte kann pro Jahr an zwei Kursen kostenfrei teilnehmen. Teilnehmer sammeln dabei Punkte, die im Rahmen unseres Prämienprogramms ProFit eingelöst werden können.“ Bonuspunkte erhalten alle Versicherten, die aktiv Sport treiben und die üblichen Vorsorgeuntersuchungen mitmachen, etwa den Check-up 35 und die Krebsfrüherkennung.

Mehr zu den drei Kursen in Breisach erfahren Sie im Internet .

   „Sport gehört zu einem gesunden Leben“

Gabi Fastner (kleines Foto), Pharmazeutisch-Technische Angestellte der Breisacher Apotheken, fährt in ihrer Freizeit Rad („auch in den Bergen“) und Ski, sie besitzt ein Kajak, ist damit auf dem Altrhein („seeehr erholsam!“) unterwegs und im Urlaub in tosendem Wildwasser. Sport gehört zu einem gesunden Leben, sagt sie.

Frage: Wer hat Sport besonders nötig, Frau Fastner?

Gabi Fastner: Wir alle! Kinder müssen ihrem Bewegungsdrang nachgehen dürfen. Wir Älteren müssen beweglich bleiben. In jungen Jahren erlernt man Koordination, auf einem Bein zu stehen oder wie man fällt, ohne sich zu verletzen. Wir Älteren halten uns durch einfaches Walken fit, weil im Vergleich zum Spaziergang auch Oberkörper und Arme trainiert werden.

Frage: Viele Leute sagen: Ich weiß, ich sollte Sport treiben. Aber was soll ich tun? Joggen ist mir zu einsam.

Gabi Fastner: Gymnastik im Verein kann ich empfehlen. Wichtig sind eine effektive Einführung und Anleitung, so dass gegebenenfalls eine falsche Bewegung korrigiert werden kann. Und dann halte ich die Rückenschule in einem Fitness-Studio für wichtig.

Frage: Mit welchen Verletzungen bei Freizeitsportlern werden Sie häufig konfrontiert?

Gabi Fastner: Mit Stürzen, Schürfungen, Prellungen, Verstauchungen.

Frage: Wer zum Beispiel mit dem Mountainbike oder Skateboard unterwegs ist, kann Stürze kaum vermeiden. Wie beuge ich vor?

Gabi Fastner: Im Training kann man auch Stürze vermeiden lernen. Die Auswirkung von Stürzen mindern kann man auf jeden Fall mit einer passenden Ausrüstung.

   Hilfreiche Broschüre „Wellness + Gesundheit“

Einen guten Überblick auf das vielteilige Gesundheits- und Fitness-Segment in Breisach, in der Kaiserstuhl-Region und darüber hinaus bietet eine von der Breisach Touristik herausgegebene achtseitige Broschüre mit dem Titel „Wellness + Gesundheit“. Hier erfährt man Angebote und Adressen zu Ayurvedischer Medizin, zu Beauty, Kosmetik und Massagen ebenso wie zu Walking und Nordicwalking. Hier sind eine Vielzahl an Physiotherapeutischen Praxen und Saunen, Thermalbädern, Fitness-Studios, Gesundheitszentren und Privatpraxen zusammengestellt. Die Broschüre ist online verfügbar.

   Die zehn populärsten Sportarten in Baden

Hätten Sie gewusst, welche zehn (in Vereinen organisierten) Sportarten in Baden – vom populären Volkssport Fußball abgesehen – besonders attraktiv sind? Laut Sascha Meier vom Badischen Sportbund in Freiburg führen

  • Turnen (544 Vereine)
  • Ski (197) und
  • Tennis (370)

die Mitgliederstatistik 2016 an. Auf den Plätzen folgen die Sportarten

  • Schießen
  • Leichtathletik
  • Handball
  • Tischtennis
  • Reiten
  • Klettern
  • Segeln.

Der Rudersport in Baden kommt auf Rang 30 von 53 Fachverbänden (insgesamt 920.000 Mitglieder). Interessant: Die Trendsportart Klettern gewann innerhalb nur eines Jahres 6.300 Mitglieder hinzu – eine Steigerung um 43 Prozent. Die Turnvereine verloren seit 2015 rund 630 Mitglieder, der Fußball gewann 570.

   Frauenfußball boomt weiter

Zum Populär-Sport Fußball zum Schluss die wichtigsten Daten und Fakten: Mitgliedstärkster Verein in Baden ist der SC Freiburg, auch in Breisach haben sich Fans 2013 zu einem Fanclub zusammengeschlossen. Inwiefern Fußballfans aktiv Sport treiben, wird weder vom Badischen Sportbund in Freiburg noch vom Deutschen Fußballbund (DFB) in Frankfurt erhoben.

Laut Statistik des DFB jedenfalls sind im laufenden Jahr in Südbaden 709 Vereine mit 6.194 Mannschaften für den Rundenbetrieb gemeldet, insgesamt spielen 268.800 Mädchen und Frauen, Männer, Junioren und Senioren in Südbaden Fußball. Vor allem der Frauenfußball wächst weiter, im Vergleich zu 2015 sind in diesem Jahr 689 mehr Mädchen und Frauen aktiv, insgesamt sind es in Südbaden aktuell 35.539 Kickerinnen.

Im bundesweiten Vergleich unter 21 Fußball-Landesverbänden liegt der Fußballverband Südbaden bei der Zahl der Mitglieder auf Platz acht (268.800) und nach der Zahl der Mannschaften auf Rang neun. Die Statistik des Deutschen Fußballbunds finden Sie im Internet.

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Er ist die Apotheke auf Rädern

BREISACH. Von wegen Ruhestand: Mit seinen 80 Jahren fährt Jochen Kleinert täglich Heilmittel zur Kundschaft in und um Breisach.

Wenn sich einer auskennt in und um Breisach, dann ist das Jochen Kleinert. Auch sein stolzes Alter - im Mai feierte er 80. Geburtstag! - hindert das humorvolle stadtbekannte Original nicht daran, an fünf Tagen pro Woche Medikamente aus den drei Breisacher Apotheken zu den Kunden nach Hause zu bringen. Ohne Aufpreis.

Gegen 17 Uhr steigt Jochen Kleinert in den blauen Opel Corsa. Werktäglich und notfalls auch samstags. Bis dann auch der letzte Patient seine oftmals dringend benötigte Arznei in Händen hält, kann die Tagesschau im Abendfernsehen bereits begonnen haben. Würde Kleinert sich in der Münsterstadt und drum herum nicht auskennen wie in der eigenen Hosentasche, könnte sich die Tour auch gut und gerne bis zu den Tagesthemen hinziehen.

Zum Glück weiß Jochen Kleinert, wer wo wohnt. Besser als die meisten Taxifahrer kennt er die dunklen Ecken und entlegenen Gehöfte im Umkreis von 20 Kilometern. Und zugegeben, manche Viertelstunde holt der passionierte Automobilist auch mit seinem ambitionierten Fahrstil rein, der so gar nicht an einen trägen Rentner erinnert. „Er fährt ziemlich kess durch den Kreisel“, würdigt man in der Stadt Apotheke augenzwinkernd Kleinerts Tempobewusstsein.

Monatlich 250 Kunden (Tendenz steigend), die nicht so mobil sind, deren Medikament ausnahmsweise nicht vorrätig war oder die bis nach 19 Uhr arbeiten, wissen den flotten Lieferservice sehr zu schätzen.

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Irmgard Haist bleibt ihrem Beruf treu

BREISACH. Sie ist die gute Seele der Stadt Apotheke und zugleich die dienstälteste Mitarbeiterin.

1964 entschied sich Irmgard Haist, einen pharmazeutischen Beruf zu erlernen: Apothekenhelferin, in ihrer westfälischen Heimatstadt Marl - denn das Berufsbild der PTA gab es damals noch nicht.

Nach der Ausbildung zog sie nach Südbaden, wo ihr Bruder lebte, um neue berufliche Erfahrungen zu sammeln. Breisachs Stadt Apotheke, damals geführt von Ingeborg Wiegand, wurde ihre berufliche Heimat.

Nach der Geburt des ersten Kindes entschied sich Irmgard Haist, erst einmal für die Familie zu pausieren. Bis 1988. Seither sind wieder 28 Jahre ins Land gezogen und Irmgard Haist ist immer noch dabei, sie lässt es nun langsamer angehen, aber die Liebe zum Beruf ist geblieben. Sie kümmert sich um das Kaufmännische, um das Rechnungswesen, um Wareneinkauf.

Früher, zieht sie Vergleiche, seien viel mehr Präparate selbst angefertigt worden. Aber das nehme nun wieder zu. Und auch „was Hildegard von Bingen gut fand, wird heute wiederentdeckt“. Dass die Homöopathie vermehrten Zuspruch erfährt, begrüßt Irmgard Haist. „Man muss ja nicht immer gleich mit scharfen Geschossen schießen“, findet die gute Seele der Breisacher Stadt Apotheke.

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Leider keine Entwarnung bei AIDS

BREISACH. Wie steht es eigentlich um AIDS? Früher gab es doch ständig Kondom-Werbung und AIDS-Alarm in den Nachrichten. Ist die AIDS-Gefahr also überstanden? Leider nein. Im Gegenteil. Entgegen dem weltweiten Trend steigt bei uns die Zahl der Neuinfektionen kontinuierlich. In Deutschland, in Baden-Württemberg, im Regierungsbezirk Freiburg.

Das Gesundheitsamt Freiburg hat im laufenden Jahr 13 Neudiagnosen registriert. 2015 waren es 62 neue Fälle. Im Jahr davon 52. 2013 waren es 45 und 2012 noch 37. Seit 2001 hat sich die Anzahl der jährlichen Neudiagnosen fast verdreifacht.

Was ist da los? Ziehen Jahr für Jahr geschlechtsreif gewordene Jugendliche los und rennen besinnungslos ins Verderben? Wie erklärt sich die neue Sorglosigkeit? Zumal im Jahr 2015 die Anzahl der Neuinfektionen global, das heißt: außerhalb von Europa, im Rest der Welt – um 35 Prozent zurückgegangen ist. Zumal in Frankreich, Österreich, Estland in den Niederlanden und Großbritannien in den vergangenen elf Jahren um mehr als ein Viertel gesunken ist.

Was ist von jenem Schnelltest zu halten, den es seit Anfang des Jahres in französischen Apotheken zu kaufen gibt? In „Heimendingers Pharmacie“ in Neuf-Breisach hat bislang ein Kunde danach verlangt. In Deutschland zögert die Politik bislang mit der Einführung solcher Tests.

Schnelltests, sagt die Ärztin Sigrid Maaßen, Leiterin des Fachbereichs Gesundheitsschutz im Freiburger Gesundheitsamt, haben einen Nachteil: „Die Fehlerquote ist hoch. Fällt der Test negativ aus, kann das Virus dennoch im Blut sein.“ Klar ist aber auch, dass angesichts der kontinuierlich Jahr um Jahr wachsenden Anzahl der HIV-Neuinfektionen, gerade in Deutschland, der Schnelltest für Zuhause ein Mittel im Kampf gegen AIDS wäre: Alle Ängstlichen, die sich nicht in die AIDS-Sprechstunde trauen, könnten sich so Gewissheit verschaffen. Denn das Schlimmste ist nichts zu tun. Viele, die den Test gescheut haben, sind infiziert und wissen nichts davon.

Eine HIV-Infektion kommt daher wie eine Erkältung: Zwei bis sechs Wochen nach der Ansteckung treten Fieber, Kopfschmerzen, Hautausschläge, Lymphknotenschwellungen auf. Das Perfide: Die meisten Menschen, die sich das Virus eingefangen haben, bleiben über Jahre hinweg ohne Beschwerden. Sie fühlen sich völlig gesund. Die Infektion ist ihnen nicht anzusehen. Sie sind aber bereits kurz nach der Ansteckung infektiös.

Was aber, wenn gerade bei den Ängstlichen der Schnelltest positiv ausfällt? – Sie bleiben mit dem Schrecken zunächst alleine. Die Sorge, wonach Selbsttests Menschen in den Selbstmord treiben könnten, erscheint als eine weitere Ängstlichkeit und lässt sich aus Ländern, in denen es die Tests gibt, nicht belegen.

Aber warum steigt auch im Regierungsbezirk Freiburg die Zahl der Neudiagnosen von HIV-Infektionen? Wie kann es sein, dass sie sich seit 2001 beinahe verdreifacht haben? Antworten darauf puzzeln sich Wissenschaftler mühsam über Statistiken zusammen. Klar scheint, dass vor allem die Neuinfektionen unter homo- und bisexuellen Männern sprunghaft gestiegen sind. In Osteuropa hingegen infizieren sich hauptsächlich Heterosexuelle und Drogenabhängige. Klar scheint, dass viele sich im Ausland infizieren und infizierte Personen einreisen. Gleichzeitig sind die Syphilis-Infektionen wieder gestiegen, und ein geschwächtes Immunsystem infiziert sich leichter auch mit HIV. Andererseits: Der Kondom-Absatz in Deutschland ist unverändert hoch, die meisten Deutschen sorgen in der allgemeinen Sorglosigkeit also doch vor.

Fragt man Sigrid Maaßen vom Freiburger Gesundheitsamt, die zusammen mit Kollegen die AIDS-Sprechstunde anbietet, klingt sie ernüchtert: „Der große Schock, den HIV in den 1980er-Jahren auslöste, ist vorbei. HIV ist kein Aufreger mehr. Vor 30 Jahren ist man an AIDS gestorben. Eine HIV-Infektion ist heute behandelbar.“

Aber, und das sagt Sigrid Maaßen auch: HIV und AIDS sind immer noch unheilbar! Trotz aller neu entwickelten Medikamente, die helfen, die Lebenserwartung betroffener Menschen deutlich zu steigern, existiert bislang kein Mittel, um das HI-Virus vollständig aus dem Körper zu entfernen. Es erscheint darum als unfassbare Dummheit, es beim Sex einfach mal draufankommen zu lassen.

Der Kunde in Heimendingers Apotheke hat den Schnelltest übrigens damals nicht gekauft – der Preis (25 bis 30 Euro) war ihm zu hoch. John Heimendinger sieht die Neuerung aus praktischen Erwägungen skeptisch: Will er den Schnelltest vorrätig haben, muss er als Händler ein Fünfer-Bündel einkaufen. Da die Haltbarkeit des Tests begrenzt ist und die Nachfrage, siehe oben, gering, bestellt er gerne bei Bedarf.

Weitere Informationen zum HIV-Schnelltest gibt es im Internet unter www.sidainfoservice.org sowie telefonisch unter der grünen Nummer 0800 840 800. Auf YouTube gibt es diverse Videos, die die Anwendung des Tests erläutern.

Zum Schluss einige traurige Zahlen. Die Verbreitung von HIV hat sich seit Anfang der 1980er Jahre zu einer Pandemie entwickelt, die nach Schätzungen der Organisation UNAIDS bisher etwa 39 Millionen Leben gefordert hat. Ende 2014 waren geschätzt 36,9 Millionen Menschen weltweit mit HIV infiziert, wobei die Verteilung auf beide Geschlechter in etwa gleich ist. Im Jahr 2014 starben ungefähr 1,2 Millionen Menschen weltweit an den Folgen einer HIV-Infektion.

Weltweit sinkt die Zahl der Neuinfektionen seit 1997 stetig und lag 2014 bei 2 Millionen Menschen. In Deutschland dagegen steigt die Zahl der Neuinfektionen. Hierzulande leben gemäß Schätzungen des Robert-Koch-Instituts derzeit etwa 83.400 Menschen mit HIV, davon zirka 15.100 Frauen. Im Jahr 2014 kam es zu rund 3200 neuen HIV-Infektionen. Seit Beginn der Epidemie sind in Deutschland etwa 28.000 Menschen an den Folgen einer HIV-Infektion verstorben.

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Labello und Blistex unter Verdacht

BREISACH. Seit das Magazin Öko-Test und die SWR-Sendung Marktcheck darüber berichteten, stehen gängige Lippenpflegeprodukte unter dem Verdacht, gefährliche Schadstoffe zu enthalten.

MOSH und MOAH heißen die zwielichtigen Substanzen, die daran Schuld tragen, zu deutsch: gesättigte und aromatische Kohlenwasserstoffe. Sie gelten als gesundheitlich bedenklich, als „potenziell krebserregend und erbgutverändernd“, schlug der Bericht im Südwestfernsehen Alarm. Laborproben wiesen MOSH und MOAH in den beliebten Markenartikeln Labello, Blistex und Carmex nach. Dazu befragt, wiegelten deren Hersteller ab: Nach derzeitigem Kenntnisstand sei die schädliche Wirkung nicht eindeutig nachgewiesen.

Dass Produzenten den Kopf erst einmal in den Sand stecken, bis ihnen der Zusammenhang in letzter Instanz bewiesen werden kann, ist weit verbreitet und kommt nicht von ungefähr. Auch mit Labello, Blistex und Carmex, die buchstäblich in aller Munde sind, werden jährlich Millionen von Euro verdient. Viele vormals arglose Verbraucher schreckten die Medienberichte nun auf. Grund genug für die drei Breisacher Apotheken, ihre verunsicherten Kunden umfassend aufzuklären.

Dr. Julia Wunsch-Palasis nahm sich der Sache an. Flugs telefonierte sie den Lieferanten sämtlicher Lippenpflegeprodukte hinterher, die es in der Stadt Apotheke, in der Europa Apotheke und in der Breisgau Apotheke zu kaufen gibt. Kein ganz einfaches Unterfangen: „Man kriegt total unterschiedliche Antworten“, stöhnt die 34jährige Apothekerin. Mancher Anbieter verweist auf Zertifikate von Zulieferern, deren Seriosität dann ihrerseits hinterfragt werden will. Aber wer die resolute Pharmazeutin kennt, weiß: Sie wird weiterrecherchieren, hartnäckig, bis sie über zuverlässige und belastbare Angaben der jeweiligen Marken verfügt.

Einstweilen bekommen Kunden in den drei Breisacher Apotheken eine Übersicht über die einschlägigen Produkte und verwendeten Inhaltsstoffe ausgehändigt, die Julia Wunsch-Palasis sukzessive um neue Erkenntnisse ergänzt. Und zwar so, dass man das Ganze auch versteht! Die Hersteller der eingangs genannten Bestseller nämlich versuchen dies auf ihren Produktverpackungen geschickt zu kaschieren. Von Kohlenwasserstoffen ist dort nirgends die Rede. Noch nicht einmal von Mineralöl als Ausgangsstoff von Paraffinen, die für gewöhnlich – neben Vaseline – die Fettstifte zu Fettstiften machen. Stattdessen liest man dort von Cera Microcristallina und Ceresin, von Petrolatum, Paraffinum und Ozokerite, womit man ohne Chemiekenntnisse kaum etwas anfangen kann. „Oder es ist so klein geschrieben, dass man es kaum entziffern kann“, vermutet Dr. Wunsch-Palasis dahinter Kalkül.

Die Breisacher Apotheken führen weder Labello noch Carmex noch Blistex. Sondern zum Beispiel Bepanthol von Bayer, Produkte von Avène, Nuxe, Eucerin und LaRoche Posay. LaRoche Posay ist eine Handelsmarke des Pariser Kosmetikherstellers L´Oréal, deren Lippencreme Cicaplaste Dr. Julia Wunsch-Palasis selbst verwendet. „Ich würde nur zu mineralölfreien Pflegeprodukten greifen“, geht sie auf Nummer sicher. Denn als Apothekerin weiß sie: Das heimtückische an den gesättigten Kohlenwasserstoffen ist, dass der menschliche Körper sie kaum abbauen kann, sondern einlagert, in den inneren Organen, Milligramm um Milligramm, hauptsächlich in der Leber, in der Milz, in Lymphknoten. Bis zu fünf Gramm davon seien in Probanden nachgewiesen worden, in Gestalt kleiner Knötchen, erzählte der Chemiker Dr. Bernhard Grob im SWR-Fernsehen.

Warum gelangen die fraglichen Produkte trotz befürchteter Gesundheitsrisiken dennoch in den Handel? „Bei Kosmetika gelten weniger strenge Maßstäbe als bei Lebensmitteln“, verdeutlicht Dr. Julia Wunsch-Palasis (Foto), „aber faktisch werden ja auch Lippenstifte gegessen“. Weil bekanntlich jeder seine Lippen ableckt, bis nichts mehr vom Stift übrig ist. „Auf diese Weise essen wir pro Jahr durchschnittlich vier Lippenstifte“, rechnet die Breisacher Apothekerin hoch.

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Breisacher Plastikabfall hilft krebskranken Kindern

BREISACH. Ganz Frankreich sammelt schon seit geraumer Zeit ausgediente Plastikdeckel für einen guten Zweck. Jetzt schwappt das Sammelfieber über den Rhein.

„Les Bouchons de l´Espoir“ heißt die Aktion im westlichen Nachbarland: die Deckel der Hoffnung. Von Nizza bis Calais werden eifrig gebrauchte Kunststoffverschlüsse von Flaschen, Gläsern und sonstigen Einwegbehältnissen zusammengetragen. Seit langen stehen dafür unzählige Sammelkanister vor Einkaufszentren und an anderen stark frequentierten Orten parat.

Das macht ökologischen Sinn, weil der Plastikabfall eingeschmolzen wird und so in den Wertstoffkreislauf zurückfindet. Vor allem aber dient es einem sozialen Zweck: Der Erlös dieser frankreichweiten Kollekte kommt krebskranken Kindern zugute.

Dank einer 19jährigen Pharmaziestudentin aus Breisach können profane Plastikdeckel nun auch diesseits des Rheins zu nützlichen Deckeln der Hoffnung werden. Seit Nadine Buchholz im Sommer 2015 in den drei Breisacher Apotheken ein vierwöchiges Praktikum absolvierte, animieren auch dort bunte Sammeleimer die Kundschaft, ausgediente Verschlüsse der Aktion „Bouchons de l´Espoir“ zuzuführen. Mit zunehmendem Erfolg. Mehr und mehr Kunden der Stadt Apotheke, der Europa Apotheke und der Breisgau Apotheke finden Gefallen an der Idee mit dem doppelten Nutzen und machen mit. Gerne werfen sie Plastikdeckel, die längst nicht nur von Arzneimittelverpackungen stammen, in die von Nadine Buchholz aufgestellten Eimer.

Zehn Schuhkartons voller Schraub- und sonstiger Verschlüsse hat Nadine Buchholz bereits nach wenigen Monaten in der Sammelstelle in Colmar abliefern können. „Da kommen Mengen zusammen, das glaubt man gar nicht.“ Stattliche 45 Tonnen Recyclingmaterial trug allein die Colmarer Einheit im vergangenen Jahr zusammen, was „Bouchons de l´Espoir“ einen Erlös von 8.300 Euro einbrachte.

Tendenz weiter steigend. Immer samstags, wenn sich die angehende Apothekerin ihr studentisches Salär als Aushilfe in der Breisgau Apotheke aufbessert und ihre Sammeleimer kontrolliert, freut sie sich, dass das Sammelfieber nun auch in der Münsterstadt steigt. Von Hand sortiert Nadine Buchholz all das aus, was die Kriterien der sortenreinen Sammelaktion nicht erfüllt – zum Beispiel Abdeckungen von Coffee-to-go-Bechern.

Elisabeth Weiss, Nadines Kontaktperson im elsässischen Balgau, wäre dankbar für wachsende Unterstützung aus Deutschland. Zu gerne würde Nadine Buchholz (Foto) das Ganze hierzulande merklich ausweiten: „In Frankreich stehen große Sammelbehälter vor Supermärkten. Das wünsche ich mir auch für Breisach. Denn dann haben unsere Plastikdeckel auch noch etwas Gutes getan in ihrem Leben.“

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Wir sind gerne FÜR SIE DA:




Rudolf Gnädingers GESUNDHEITSTIPPS

Cranberries schützen vor Blasenentzündung

Gerade junge Frauen werden häufig von Blasenentzündungen geplagt. Jeder Gang zur Toilette wird zur Qual. Hinzu kommen Krämpfe. Bauchfreie Mode oder eine Runde im Schwimmbad können ausreichen, um die Blase zu schwächen oder zu infizieren. Auch Frauen in den Wechseljahren sind häufig von Blaseninfektionen betroffen, da der Östrogenspiegel sinkt und damit die Gefahr steigt, dass sich Keime ansiedeln.
Apotheker
Rudolf Gnädinger,
Inhaber der
drei Breisacher
Apotheken
                         Rudolf Gnädinger

Behandelt werden bakterielle Infektionen meist durch Antibiotika, die allerdings ihrerseits die Abwehrkräfte der Blase gegen Bakterien schwächen. So beginnt oft ein fataler Kreislauf. Durchbrechen kann man ihn mit der amerikanischen Preiselbeere, Cranberry genannt – wenn man sie rechtzeitig und ausreichend einnimmt. Jeden Tag ein halber Liter Saft in Form von Pulver zum Auflösen oder konzentriert als Kapseln genügen zum Schutz. Die Cranberry wirkt dabei antibakteriell und verleiht der Blase einen „Anti-Haft-Effekt“, so dass Bakterien einfach mit dem Urin weggespült werden, ehe sie sich ansiedeln. Das ist seit Jahren medizinisch belegt. Man kann die antibakterielle Wirkung der Cranberry auch mit Kürbiskernen kombinieren, die gegen die so genannte Reizblase und somit gegen den häufigen Harndrang helfen.

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Kann man Reisekrankheit vermeiden?

Ja, mit entsprechender Vorbereitung kann man die Beschwerden lindern. Wer aber zu den rund zehn Prozent aller Menschen gehört, die sehr empfindlich reagieren, sollte zu Medikamenten greifen. Eigentlich ist es gar keine Krankheit, sondern die Reaktion des Nervensystems auf widersprüchliche Sinneseindrücke.
Apotheker
Rudolf Gnädinger,
Inhaber der
drei Breisacher
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                         Rudolf Gnädinger

Das Gleichgewichtsorgan im Innenohr meldet im Auto, auf See oder im Flugzeug äußere Bewegung, während man still sitzt und das Auge einem etwas anderes signalisiert. Der Körper reagiert darauf mit Stress und der Ausschüttung von Histamin. Die Folge sind Schwindel, Herzrasen, Schweißausbrüche, Kopfschmerzen, Übelkeit bis zum Erbrechen, was aber leider keine Besserung bringt. Wer unter Flugangst leidet und sich auch auf See unwohl fühlt, ist außerdem häufiger betroffen. Frauen, Migränepatienten und Kinder im Wachstum sind ebenfalls anfälliger.

Indem Sie sich positiv auf die Reise einstimmen, ausgeruht und mit leichter Kost im Magen starten sowie auf Kaffee und Genussmittel verzichten, können Sie die Symptome lindern. Entspannungs- und Atemübungen wirken beruhigend auf aufsteigenden Stress. Im Zug oder Auto immer in Fahrtrichtung sitzen, nicht seitlich aus dem Fenster schauen, aufs Lesen verzichten. Auf dem Beifahrersitz ist man besser aufgehoben als hinten. Im Flugzeug hilft ein Platz am Gang über den Tragflächen. Wenn möglich, öfter aufstehen und langsam hin und her gehen oder im Sitz hinlegen und Augen schließen.

Auf dem Schiff an Deck gehen und einen Punkt am Horizont fixieren. Ein altes Hausmittel unter Seefahrern ist Ingwer, den es auch als Tabletten gibt. Anders als Antihistaminika gegen Reisekrankheit macht er nicht müde, allerdings ist die Wirkung schwächer. Alle Medikamente müssen rechtzeitig vor Reisebeginn eingenommen werden und wirken nur für einige Stunden. Als homöopathische Mittel bekämpfen Cocculus oder Ipecacuanha Übelkeit und Schwindel. Kommen Sie rechtzeitig vorbei, wir beraten Sie gerne!

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Fasten ist als Diät ungeeignet!

Die Grundidee des Fastens ist der Verzicht und nicht die Gewichtsabnahme.
Apotheker
Rudolf Gnädinger,
Inhaber der
drei Breisacher
Apotheken
                         Rudolf Gnädinger

Die einen fasten aus religiösen Gründen, andere, um zu innerer Ruhe zu finden oder um schlechte Gewohnheiten abzulegen. Neben dem Radikalfasten für rund eine Woche, bei dem nur Brühe und Getränke erlaubt sind, ist es Trend geworden, zwischen Aschermittwoch und Ostern auf Dinge wie Süßigkeiten, Alkohol oder auch das Fernsehen zu verzichten.

Beliebt sind Kurse wie Basenfasten, Fasten nach Buchinger, Saftfasten oder Früchtefasten – mit oder ohne medizinische Begleitung oder All-inklusive-Hotelangebot. Zum Abnehmen ist Fasten wegen des anschließenden Jojo-Effekts nicht geeignet und ersetzt keine Ernährungsumstellung.

Wer zum ersten Mal fastet, sollte vorher seinen Arzt befragen, denn eine Null-Diät ist nicht für jeden geeignet. Für Menschen, die Probleme mit Kreislauf oder Stoffwechsel haben oder chronisch krank sind, ist es gefährlich. Der medizinische Sinn des Fastens ist umstritten. Subjektive Effekte wie das Entschlacken, Entgiften und eine Verbesserung der Darmgesundheit sind nicht belegt.

Wer seinem Körper den Stress des Fastens aussetzt, sollte sich aufgrund der Folgen für Muskeln, Blutdruck und Leistungsfähigkeit darauf einstellen viele Ruhepausen einzuplanen. Für Stoffwechselbeschwerden, die durch Rheuma, Gicht oder Allergien, Leber- oder Gallenprobleme verursacht werden, kann eine spezielle Fastenkur sinnvoll sein, um belastende Zwischenabbauprodukte aus dem Körper auszuscheiden. Dies sollte aber nie ohne ärztliche Kontrolle passieren.

Trinken ist beim Fasten extrem wichtig, drei Liter am Tag sollten es sein. Neben Wasser und Brühe sind Kräutertees aus Kamille, Melisse und Pfefferminze oder spezielle Fastentees (zum Beispiel von Sidroga oder Yogitees) sinnvoll. Und manch einer findet nach dem Fasten zu einer gesünderen Ernährungs- und Lebensweise.

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Kann ich andere beim Küssen mit Herpes anstecken?

Auch wenn zirka 19 von 20 Mitteleuropäer das Herpesvirus, das für die Lippenbläschen verantwortlich ist, bereits in sich tragen, sollte man im eigenen Interesse und den Kindern in Ihrer Umgebung zuliebe aufs Küssen verzichten, keine Gläser, Gabeln und Handtücher mit anderen teilen und die Handhygiene beachten - und ganz besonders um Säuglinge einen großen Bogen machen.
Apotheker
Rudolf Gnädinger,
Inhaber der
drei Breisacher
Apotheken
                         Rudolf Gnädinger

Das Immunsystem ist bei Babys noch nicht voll aktiviert, weshalb das Herpesvirus hier schwere Verläufe verursachen kann. Die meisten infizieren sich als Kleinkinder mit dem Virus. Danach schlummert es im Körper und wartet darauf, dass das Immunsystem nicht so genau aufpasst, um dann spontan auszubrechen. Hierfür sind schon die Menstruation, Hormonschwankungen, Stress, ein Infekt oder starke Sonneneinstrahlung ausreichend. Wer regelmäßig unter Herpes leidet, sollte deshalb im Sommer speziellen Lippenschutz auftragen und generell auf die Lippenpflege achten.

Wenn die Bläschen auftreten, vermehren sich die Viren in der hierin enthaltenen Flüssigkeit rasend schnell, bereit, sich beim Platzen weiterzuverteilen. Deshalb diese Bläschen nie aufstechen, sondern beim ersten Kribbeln zu einer austrocknenden oder Viren hemmenden Salbe greifen und diese mit einem Wattestäbchen auftragen. Auch alte Hausmittel wie Melissenextrakt, Zinksalbe und sogar Zahnpasta können am Anfang helfen. Inzwischen gibt es transparente Lippenpflaster, die die Flüssigkeit aufsaugen und sogar überschminkt werden können.

Man sollte über die Mittel zur Behandlung Bescheid wissen, um sofort richtig zu reagieren. Das verkürzt die Zeit bis zum Abklingen erheblich. Fragen Sie uns nach der passenden Therapie.

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Depressiv oder nur schlecht drauf?

In trüben Wintermonaten fragt man sich öfter, warum der Antrieb fehlt und das Aufstehen morgens so schwer fällt. Wie viel schlechte Stimmung ist normal und wann beginnt eine echte Depression, die als Hirnstoffwechselstörung ärztlich behandelt werden muss?
Apotheker
Rudolf Gnädinger,
Inhaber der
drei Breisacher
Apotheken
                         Rudolf Gnädinger

Wenn weitere Symptome wie Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Appetitlosigkeit, Kopf- oder Magenschmerzen dazu kommen und innere Leere und Ängste den Tag bestimmen, ist der Arzt gefragt, denn eine Depression verschwindet nicht einfach von selbst. Jeder Zehnte erkrankt mindestens einmal im Leben an einer Depression. Annähernd 60 Prozent aller Fälle werden jedoch gar nicht behandelt.

Oft ist eine Depression genetisch bedingt, tritt also in der Familie gehäuft auf. Inzwischen sind neben Älteren auch immer mehr junge Menschen bis 30 Jahren betroffen. Behandelt wird eine Depression sowohl mit Medikamenten als auch mit einer Verhaltenstherapie. Ihr geht oftmals chronischer Stress, eine Krise oder eine Hormon- oder Stoffwechselstörung wie zum Beispiel Diabetes voraus. Ganz wichtig ist es für Betroffene, mit der Familie, den Freunden und einem Arzt zu sprechen. Als Angehöriger sollte man die Probleme unbedingt ernst nehmen und nicht klein reden.

Eine vorübergehende Winterdepression wird durch Mangel an Tageslicht ausgelöst, der mit einer Lichttherapie oder Vitamin-D-Präparaten behandelt wird. Leichten Depressionen kann man durch eine Bewegungstherapie und Entspannungstechniken begegnen. Einzelne pflanzliche Wirkstoffe wie Johanniskraut sowie eine ausgewogene vitaminreiche Ernährung unterstützen den Stoffwechsel und wirken den Symptomen entgegen. Achtung bei Transfetten in Margarine und Frittiertem – sie stehen im Verdacht, den Hirnstoffwechsel negativ zu beeinflussen. Stattdessen besser zur Mittelmeerkost mit viel Gemüse, Fisch, Nüssen und Olivenöl greifen und sich öfter eine Auszeit gönnen.

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Gefälschte Arzneimittel

Immer mehr über das Internet angebotene Medikamente sind Fälschungen, also verbotene Kopien der Originalprodukte, die im besten Fall keinen Wirkstoff oder harmlose Ersatzstoffe wie Backpulver oder Kreide enthalten, im schlimmsten Fall aber giftige oder gefährliche Stoffe wie Farben und Lösungsmittel oder überdosierte Substanzen, die zum Tod führen können.
Apotheker
Rudolf Gnädinger,
Inhaber der
drei Breisacher
Apotheken
                         Rudolf Gnädinger

Die Fälschungen kommen in der Regel aus Entwicklungsländern, wo sich so mit geringem Risiko viel Profit machen lässt, sogar mehr als mit Drogen. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) geht davon aus, dass 10 Prozent aller Medikamente weltweit Plagiate sind sowie jedes zweite online bestellte Mittel. Bei einer weltweiten Aktion wurden dieses Jahr 10 Millionen gefälschte Arzneimittel beschlagnahmt und 9.000 Internetseiten abgeschaltet. Besonders betroffen ist Afrika, wo jedes zweite Präparat bereits eine Fälschung ist. Dies ist besonders fatal, da es sich hier oft um lebenswichtige Mittel gegen Aids oder Malaria sowie Impfstoffe handelt.

Noch vor Jahren waren vor allem Lifestyle-Präparate wie Potenzmittel, Schlankheitspillen oder Hormonpräparate betroffen. Doch inzwischen werden auch Mittel gegen Krebs, Bluthochdruck, Depressionen, Antibiotika oder starke Schmerzmittel in dubiosen Internetshops angeboten – ganz ohne Rezept. Spätestens dies sollte misstrauisch machen. An den Medikamenten selbst lässt sich selten ein Unterschied erkennen.

Deutsche Apotheken sind von Fälschungen kaum betroffen. Mit der neuen Richtlinie zur Arzneimittelsicherheit der EU werden Fälscher hier künftig noch weniger Chancen haben. In Deutschland läuft derzeit ein Pilotprojekt, mit dem der Herstellungs- und Vertriebsweg der Medikamente abgesichert ist. Jede Packung wird durch einen Code zum Unikat und kann genau zurückverfolgt werden. Dieser Code wird beim Kauf in der Apotheke gescannt und automatisch in der Datenbank der Hersteller überprüft. Gehen Sie also besser den sicheren Weg über uns.

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Mangelt es mir an Mineralstoffen?

Wenn uns wichtige Mineralien fehlen, kommt es meist erst zu diffusen Symptomen wie Mattigkeit, Muskelkrämpfen, Kreislauf- oder Verdauungsstörungen und abnehmender Leistungsfähigkeit. Je nachdem welche Stoffe besonders stark verbraucht sind, macht sich dies vermehrt an den Muskeln (Magnesium + Kalzium), Nerven und Kreislauf (Eisen + Jod), Verdauung und Stoffwechsel (Zink, Selen + Kalium) oder dem Knochengerüst (Fluor, Kupfer + Mangan) bemerkbar.
Apotheker
Rudolf Gnädinger,
Inhaber der
drei Breisacher
Apotheken
                         Rudolf Gnädinger

Besonders im Sommer kommt es durch starkes Schwitzen leicht zu Mineralstoffmangel. Wer bei Hitze draußen Sport treibt, kann allein durch Wassertrinken diesen Mangel nicht immer ausgleichen. Es sind dann spezielle Elektrolyt-Zusätze oder zumindest die Zugabe von Salz nötig. Auch wer sich mit Diäten zur Bikinifigur quält oder an Durchfall leidet, kann betroffen sein. Genauso wie Kinder, Schwangere, Stillende und ältere Menschen und jene, die überwiegend zu Fertignahrung greifen.

Nur mit einer ausgewogenen natürlichen Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Milch- und Vollkornprodukten kann man die Versorgung mit ausreichend Mineralien sicher stellen. Achtung bei Abführmitteln – auch diese können mittelfristig einen Mangel verursachen, ebenso wie einige Erkrankungen. Magnesiummangel kann außerdem zu Bluthochdruck oder Diabetes führen. Bei Herz-Problemen sollte der Kaliumspiegel gecheckt werden.

Statt ungeprüft Mineralstoffe in größeren Mengen einzunehmen, sollte man vorher seine Werte untersuchen lassen und bei vermuteten Mangelerscheinungen seinen Arzt fragen. Nicht jeder Mineralstoff wird, wenn zu viel davon im Körper vorhanden ist, einfach wieder ausgeschieden. Einige Mineralstoffe lagern sich bei einer Überversorgung ab oder machen Organen bzw. dem Stoffwechsel Probleme. Dies gilt zum Beispiel für Kalium, Eisen, Kalzium, Jod, Selen oder Kupfer. Lassen Sie sich von uns beraten.

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Für die Richtigkeit der Gesundheitstipps können wir keine Gewährleistung übernehmen.
Bitte ziehen Sie im Zweifel immer Ihren Arzt zu Rate.






Apothekennotdienst      Montag, 26. September 2016

25.09.
Sonnenberg-Apotheke Opfingen
Freiburg
Freiburger Str. 8
Telefon  07664 - 15 52
Stadt-Apotheke Endingen
Endingen am Kaiserstuhl
Hauptstr. 41
Telefon  07642 - 80 56

26.09.
Europa-Apotheke Breisach
Breisach am Rhein
Richard-Müller-Str. 3 C
Telefon  07667 - 94 20 55
Markgrafen-Apotheke Freiburg
Freiburg
Markgrafenstr. 68
Telefon  0761 - 49 22 86

27.09.
Storchen-Apotheke Gottenheim
Gottenheim
Hauptstr. 18
Telefon  07665 - 57 17
Bad-Apotheke im Paracelsushaus
Bad Krozingen
Freiburger Str. 20
Telefon  07633 - 15 01 50

28.09.
St. Wendelin-Apotheke
Merdingen
Farbgasse 10
Telefon  07668 - 58 12
Fontane-Apotheke Freiburg
Freiburg
Bugginger Str. 54
Telefon  0761 - 4 17 03

29.09.
Stadt-Apotheke Endingen
Endingen am Kaiserstuhl
Hauptstr. 41
Telefon  07642 - 80 56
Adler-Apotheke in der March
March, Breisgau
Dorfstr. 1
Telefon  07665 - 93 05 16

30.09.
Apotheke am Gutshof Umkirch
Umkirch
Hauptstr. 9
Telefon  07665 - 5 16 26
St. Katharina-Apotheke
Endingen am Kaiserstuhl
Ritterstr. 3
Telefon  07642 - 86 85

01.10.
Franziskaner-Apotheke Oberrimsingen
Breisach am Rhein
Großgasse 2
Telefon  07664 - 40 87 14
Batzenberg-Apotheke Schallstadt
Schallstadt
Basler Str. 82
Telefon  07664 - 6 01 80

02.10.
Bären-Apotheke in der March
March, Breisgau
Hauptstr. 39
Telefon  07665 - 22 52
Mithras-Apotheke Riegel
Riegel, Kaiserstuhl
Hauptstr. 16
Telefon  07642 - 78 20

Die Notdienstbereitschaft beginnt bzw. wechselt immer morgens um 08.30 Uhr.
Quelle: Landesapothekerkammer Baden-Württemberg. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.



Ärzte und andere medizinische Dienstleister vor Ort

Allgemeinmediziner
 

 
 
Dr. med. Ingrid Frieser
Praxis für Allgemeine und Innere Medizin
Richard-Müller-Straße 3b | Breisach | Telefon (07667) 9069 357 | www.arztpraxis-frieser.de


Dr. med. Willehad Fortmann
Praxis für Allgemeinmedizin
Neuer Weg 14 | Breisach | Telefon (07667) 7022


Dr. med. Wolfgang Schäfer und Kollegen
Praxis für Allgemeinmedizin
Kupfertorstraße 33 | Breisach | Telefon (07667) 1065


Dres. med. Beatrix Staier
Praxis für Allgemeinmedizin
Amselweg 5 | Breisach-Niederrimsingen | Telefon (07664) 4950


Dres. med. Elisabeth Hauenstein und Jürgen-Gustav Lampe
Praxis für Allgemeinmedizin
Richard-Müller-Straße 3c | Breisach | Telefon (07667) 942 094 | www.institut-aesthetische-medizin.de


Dres. med. Michaela und Jacob Loewe
Praxis für Allgemeinmedizin
Neuer Weg 14 | Breisach | Telefon (07667) 7022 | www.dr-loewe-breisach.de


Dres. med. Stephan Mutke & Bettina Kmieciak
Praxis für Allgemeinmedizin
Richard-Müller-Straße 3 | Breisach | Telefon (07667) 80 600

Von Düsseldorf über Wien und San Antonio nach Breisach

Wenn ein guter Arzt, neben seinem Können und Wissen, vor allem auch eine Person sein soll, zu der man auf Anhieb Vertrauen fasst, dann ist Dr. med. Stephan Mutke ein sehr guter Arzt, weil ein auf Anhieb sympathischer Mensch. Der Mann ist in Düsseldorf geboren, doch für einen Rheinländer wirkt er, der die Literatur liebt (Klassiker von Siegfried Lenz und Dostojewski, Aktuelles von Philippe Claudel), eher nachdenklich. „Die vergleichsweise eher zurückhaltende Art in Südbaden ist mir sehr entgegengekommen“, sagt er. „Ich bin hier sehr schnell gut aufgenommen worden“.

Mutke, 57, ist Arzt für Allgemeinmedizin. Ein Hausarzt. Aber einer, der seinen Doktor in Medizin gemacht hat und also ein „Dr. med.“ im Namen führt und sich Zusatzqualifikationen in den Fachgebieten Orthopädie, Chirotherapie, Akupunktur und Kardiologie erworben hat.

Arzt wird man, weil der Vater Arzt war. Oder? Nein, Stephan Mutkes Vater war Ingenieur. „Ich habe mich erst nach dem Abitur für Medizin entschieden.“ Damals, ausgangs der 1970er Jahre, gab es eine Arztschwemme. Heute will kein Medizinstudent mehr Hausarzt werden. Mutke arbeitet daran, dass sich der Trend wieder umkehrt – seine Praxis ist Akademische Lehrpraxis der Universität Freiburg, Studierende absolvieren hier ihr allgemeinmedizinisches Praktikum.

Dr. med. Mutke hat in Heidelberg, Wien und San Antonio studiert und an Kliniken in Heidelberg, Bad Krozingen, Müllheim und Waldshut gearbeitet, bevor er 1994 in Breisach die Praxis eröffnete. Heute beschäftigt er eine Kollegin in Teilzeit und vier medizinische Fachangestellte in Teilzeit; seine Frau managt die Praxis. Und seine beiden Söhne studieren übrigens auch Medizin, einer ist mit dem Studieren schon fertig.

Der Doc aus der Richard-Müller-Straße 3 ist ein politischer Mensch. Er kocht gerne, unterstützt aktiv die internationale Slow-Food-Bewegung, die die Rückbesinnung auf genussvolles, bewusstes, regionales Essen propagiert, wirbt im Verein Trans-Rhin-Rail für eine Wiedereröffnung der Bahnstrecke Freiburg – Breisach – Colmar. Und seit vorigem Jahr sitzt er für die Umweltliste Breisach im Gemeinderat und setzt sich unter anderem für eine fußgänger- und fahrradfreundlichere Stadt ein. Weil Bewegung wichtig ist und fast jeder zu viel sitzt, auch vor dem Computer.

Dr. Mutke nicht. Er unterhält auch keine Praxis-Homepage. „Brauche ich nicht“, sagt er.

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Ambulante Pflege
 

 
 
Ambulanter Pflegedienst Wahl
Richard-Müller-Straße 20 (Neutorpassage) | Breisach | Telefon (07667) 9427 199 | www.ambulanter-pflegedienst-breisach.de

Pflegedienst Wahl erntet allerbeste Noten

Viermal die Note 1 hat der Ambulante Pflegedienst Wahl bei einer Überprüfung durch den Medizinischen Dienst im Sommer 2015 erhalten: eine 1 in der Kategorie „pflegerische Leistung“, eine 1 bei der ärztlich verordneten Pflege, eine 1 bei Dienstleistungen und Organisation sowie, ganz wichtig, bei der Kundenzufriedenheit.

„Darauf sind wir stolz“, sagt Petra Zouggar. „Das zeigt, dass ein privater Pflegedienst sich in kurzer Zeit einen sehr guten Ruf erarbeiten kann, wenn die Qualität stimmt.“ Gemeinsam mit ihrem Mann Dany und Tochter Kerstin Wahl bildet sie das kleine, schlagkräftige Familienunternehmen. Bernhard Bischof, examinierter Krankenpfleger und studierter Pflegewirt, und zwei Mitarbeiter in Teilzeit komplettieren das hochspezialisierte Team. Gemeinsam bringen sie es auf 100 Jahre Berufserfahrung in der Kranken- und Altenpflege mit zusätzlichen Fachkenntnissen aus der Psychiatrie, in der Orthopädie und Onkologie.

Der Ambulante Pflegedienst Wahl, 2012 gegründet, sitzt in der Richard-Müller-Straße 20 an der Breisacher Neutorpassage. Der Pflegedienst Wahl arbeitet grenzüberschreitend und hat auch Patientinnen und Patienten im Elsass. Dany Zouggar ist Franzose, er spricht so gut Deutsch wie Französisch und sagt: „Wir sprechen nicht nur Französisch, Englisch und Russisch – bei uns sind selbstverständlich auch alle Religionen willkommen, wir machen keine Unterschiede.“

Neben der klassischen Kranken- und Altenpflege, gehören die Hilfe im Haushalt zum Angebot, die Betreuung von an Demenz erkrankten Patienten, die Palliativpflege Schwerstkranker zu Hause sowie die Wundversorgung und Beratung bei Wundheilstörungen. Weitere Zusatzleistungen sind möglich. „Vor allem aber nehmen wir uns Zeit“, sagt Petra Zouggar. Wir sind ein kleines Team von Spezialisten. Bei uns geht Qualität vor Quantität. Wir haben einen Bezug zu unseren Patienten, es gibt keine ständige Personalwechsel.“ Der Pflegedienst Wahl ist rund um die Uhr unter Telefon 0172/39 71 54 6 und 07667 / 94 27 19 9 zu erreichen.

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Sozialstation Kaiserstuhl-Tuniberg e.V.
Freiburger Straße 6 | Breisach | Telefon (07667) 90588-0 | www.sozialstation-breisach.de

Die Sozialstation ist wie ein mittelständisches Unternehmen

Ab Frühjahr 2016 bildet die Kirchliche Sozialstation Kaiserstuhl-Tuniberg e.V. in Breisach aus. Die Ausbildung beginnt im April und im Oktober – so dass sich Interessenten zweimal jährlich um eine Lehrstelle in der Altenpflege bewerben können. „Der Bedarf an Fachkräften ist da und wird weiter zunehmen“, sagt die Pflegedienstleiterin Petra Gebert. Ihr Gesicht und ihr Name stehen für die Sozialstation in Breisach – vor 36 Jahren wurde die Einrichtung gegründet. Petra Gebert, eine verbindlich-sympathische und notfalls auch energische Person, ist seit 26 Jahren dabei.

Den guten Ruf und die hohe Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat sich die Institution hart erarbeitet – durch Zuverlässigkeit und Qualität, Service und beständige Innovation. Schon seit zehn Jahren werden Mitarbeiter in Kinästhetik geschult, eine Anleitung, die helfen soll, Patienten in ihrer Beweglichkeit zu unterstützen und zu fördern, um so kräftezehrendes Heben und Tragen zu minimieren. Seit drei Jahren kann jede Fachkraft über das Smartphone vor einem Hausbesuch alle aktuellen und für die Pflege der Klienten notwendigen Informationen abrufen.

Offiziell ist die Kirchliche Sozialstation Kaiserstuhl-Tuniberg e.V. ein gemeinnütziger Verein in Trägerschaft aller 15 katholischen und evangelischen Kirchengemeinden. Tatsächlich darf man jedoch angesichts von rund 135 Mitarbeitern und 540 Kunden (darunter 280 pflegebedürftige Patienten) von einem mittelständischen Unternehmen sprechen. Geschäftsführer Martin Ruprecht kämpft für faire Bedingungen: „Die Sozialstation entlohnt nach Tarif, entsprechend hoch sind unsere Kosten. Aber von den Pflegekassen erhalten wir nur die Hälfte zurück. Das muss sich ändern!“

Unbeirrt setzt die Sozialstation in Breisach auf ein vielschichtiges Angebot. Neben dem Haus-Notruf-Service und der Versorgung durch „Essen auf Rädern“, werden noch folgende Kurse angeboten:

  • Tanzkurs für Senioren
  • diverse Computerkurse für Senioren
  • Hauskrankenpflegekurse
  • Kurse für Betreuer von Demenzkranken
  • Gesprächskreis für pflegende Angehörige
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Anästhesie
 

 
 
Praxis Dr. med. Peter Thunert / HELIOS Rosmann Klinik
Facharzt für Anästhesie
Zeppelinstraße 37 | Breisach | Telefon (07667) 942 8094


Augenärzte
 

 
 
Praxis Prof. Dr. med. Matthias Grüb, Dr. Miriam Kiechle
Augenarztpraxis
Bahnhofstraße 7-9 | Breisach | Telefon (07667) 7766 | www.grueb.eu

Der Jazz führte den Professor einst in die Münsterstadt

Wer einmal am Kaiserstuhl war, kommt wieder. Matthias Grüb war noch kein Prof. Dr., als er das erste Mal Breisach besuchte. Mit 17 spielte er in einer Jazzband und gastierte bei einem Konzert in der Stadt. Grüb studierte dann Medizin in Leipzig, Tübingen und Wien, fing an der Universitätsaugenklinik in Tübingen an, blieb sechs Jahre lang. Als 2006 in Breisach eine Augenarztpraxis einen Nachfolger suchte, bewarb er sich.

Prof. Grüb stammt aus Geislingen an der Steige. Aus dem Schwäbischen also. Die Schwaben mag man in Südbaden besonders gerne. Anfangs kam es vor, dass ihn ein Einheimischer auf seine Herkunft ansprach. Prof. Grüb, gesegnet mit einem trockenen Humor, entgegnete: „Und? Wäre Ihnen ein Norddeutscher lieber?“

Die Stadtväter finden, Grüb habe sich um den Standort verdient gemacht, indem er das lange leerstehende ehemalige Polizeigebäude in der Bahnhofsstraße gekauft und zu einem Ärztehaus umgebaut hat.

Zur Augenarztpraxis Grüb gehören die Kollegin Dr. Miriam Kiechle, Ehefrau Tanja Grüb, die die Praxis managt, zwei Arzthelferinnen, zwei Medizinische Fachangestellte und zwei Auszubildende. Der Chef operiert, bietet bei Grünem und Grauem Star sowie Erkrankungen von Netzhaut und Lid chirurgische Eingriffe mit dem Laser an; obendrein ist er Spezialist in der Lidchirurgie und hat dafür das Zertifikat für oculoplastisch-ästhetische Chirurgie erworben. Als Professor doziert Prof. Grüb einmal pro Semester an der Universität in Tübingen; Studierende absolvieren in seiner Praxis ihr Praktikum.

Privat ist der Prof. Bienenzüchter, Saison für Saison produziert er Akazien-, Blüten- und Lindenhonig – wer’s mag: Den Honig gibt es in der Praxis zu kaufen. Interessant wird es, wenn Grüb von seinen Bienen erzählt und dass Bienen, mittig am Kopf angeordnet, drei Punktaugen haben, die hell und dunkel unterscheiden. Mit ihren Facettenaugen indes können sie gleichzeitig in verschiedene Richtungen schauen. Ein Facettenauge der Drohne besteht aus bis zu 8.000 Einzelaugen.

Hätten die Bienen Augenärzte, sie hätten viel zu tun.

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Chirurgie
 

 
 
Dr. med. Dietmar Salger / HELIOS Rosmann Klinik
Facharzt für Wirbelsäulenchirurgie
Zeppelinstraße 37 | Breisach | Telefon (07667) 84 313


Dr. med. Klaus-Jürgen Engler / Medizinisches Versorgungszentrum, HELIOS Rosmann Klinik
Facharzt für Chirurgie
Zeppelinstraße 37 | Breisach | Telefon (07667) 84 123


Dr. med. Ulf Georgi / HELIOS Rosmann Klinik
Facharzt für Chirurgie
Zeppelinstraße 37 | Breisach | Telefon (07667) 84 313


Dialyse
 

 
 
Dres. med. Watter, Schwertfeger, Donauer
Dialyse Freiburg und Breisach
Richard-Müller-Straße 3a | Breisach | Telefon (07667) 91 20 24


Gynäkologie
 

 
 
Dr. med. Lothar Hollritt, Dr. med. Andreas Opdenberg
Frauenarztpraxis
Halbmondstraße 10a | Breisach | Telefon (07667) 948 120 | www.hollritt-opdenberg.de


Hautärzte
 

 
 
Prof. Dr. med. Wolfgang Vanscheidt & Dr. med. Alexandra Ukat
Hautärztepraxis
Richard-Müller-Straße 3b | Breisach | Telefon (07667) 929 920 | www.dermatologie-breisach.de

Prof. Vanscheidt hospitierte bei Herz-Pionier Barnard in Kapstadt

Es hätte auch alles ganz anders kommen können: Leben, Lehre und Forschung im Ausland, eine Karriere als Kardiologe.

Aufgrund einer Doktorarbeit in der Herzchirurgie in Münster bekam Wolfgang Vanscheidt ein Stipendium des Deutschen Akademiker Austauschdienstes. So konnte er in den 1970er Jahren in Kapstadt am Groote-Schuur-Hospital bei Professor Christiaan Barnard, dem damals wohl weltweit bekanntesten Herzchirurgen und Wegbereiter der Herztransplantation hospitieren. „Dort herrschte kurze Zeit nach der ersten Herzverpflanzung eine wissenschaftliche Aufbruchsstimmung, die Ärzte aus aller Welt nach Kapstadt lockte“, sagt Vanscheidt und beschreibt Professor Barnard als „sehr strengen, distanzierten und tief gläubigen Arzt, den eine Aura umgab“.

Heute ist Prof. Dr. med. Wolfgang Vanscheidt ein anerkannter Spezialist auf dem Gebiet der Dermatologie, er lebt in Freiburg und betreibt Hautarztpraxen in Freiburg und Breisach. Die Praxis für Dermatologie in der Richard-Müller-Straße 3b existiert im neunten Jahr.

Wolfgang Vanscheidt ist Jahrgang 1954, er wurde in einem Arbeiterviertel in Dortmund geboren, in einem „Nichtakademiker-Haushalt“, wie er sagt, inmitten polnischer, türkischer, jugoslawischer Nachbarn. Als Schüler interessierte sich Wolfgang Vanscheidt für Naturwissenschaften, und um ein Haar hätte er nicht das Studium der Medizin begonnen. Eine Freundin überzeugte ihn dann doch noch. Sonst wäre damals womöglich schon alles anders gekommen.

So ging alles seinen Weg: Medizinstudium, Approbation und Promotion an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster; es folgte eine Stelle als Assistenzarzt am Institut für Pathologie an der Universität Düsseldorf. Hakt man an dieser Stelle ein und fragt den Herrn Professor, was er von seinem im Fernsehen sehr populären Münsteraner Pathologen-Kollegen Prof. Dr. Karl-Friedrich Boerne halte, winkt Prof. Vanscheidt beinahe in Boerne-Manier ab: Nein, er schaue kein Fernsehen.

Bevor Vanscheidt 1984 sich zur Facharztausbildung für Dermatologie entschloss, hatte er an der Chirurgischen Universitätsklinik Freiburg und am Herzzentrum Bad Krozingen gearbeitet. 1994 stieg er zum stellvertretenden Ärztlichen Direktor der Universitäts-Hautklinik Freiburg auf. 2000 wurde er Ärztlicher Direktor einer Klinikgruppe in Höchenschwand und der Rheintalklinik Bad Krozingen sowie Chefarzt der Klinik für Wundbiologie, Höchenschwand. Mittlerweile ist Professor Vanscheidt außerplanmäßiger Professor der Universität Freiburg und hält planmäßig Vorlesungen und Seminare für Studenten der Medizin und Zahnmedizin und Gutachter und Prüfer der Landesärztekammer Baden-Württemberg für Dermatologie, Allergologie und Phlebologie (Gefäßmedizin).

Im Jahr 2003 machte er sich selbständig, gründete die Dermatologie Freiburg (2003) und die Dermatologie Breisach (2007). Zum Arbeitsspektrum gehören neben der Dermatologie und ihren Teilgebieten unter anderem auch plastische Operationen und Hautverpflanzungen, die Diagnose und Therapie von Venenkrankheiten sowie Ästhetische Dermatologie und die Lasertherapie.

Wolfgang Vanscheidt ist Autor und Co-Autor von mehr als 300 medizinisch-wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Er spricht vier Fremdsprachen, ist Vater von vier Kindern – und trotz aller beruflicher Erfolge und einer Vielzahl an Chefposten ein liebenswürdiger Mensch geblieben, mit unspektakulären Hobbys wie Tennis, Badminton, Walking und Hörbücher-Hören. Über Politik und neuere Geschichte lässt sich gut mit ihm debattieren, dabei entwickelt er Leidenschaft wie bei einem kniffligen dermatologischen Fachthema.

Dortmund und das Ruhrgebiet, beides ist lange her und weit weg. Es bestehen noch familiäre Kontakte, das schon, aber eine sentimentale Beziehung, wie sie den Gemütsmenschen im Ruhrgebiet nachgesagt wird, die dann und wann in Heimweh umschlagen würde, existiert eigentlich nicht – es sei denn, es spielt Borussia Dortmund. „Ja, das ist ein Phänomen“, sagt er. „Wenn ich mir ein Spiel von Borussia anschaue, kommt so etwas wie Heimatverbundenheit auf.“

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Heimpflege
 

 
 
Evangelische Stadtmission Freiburg e. V.
Seniorenpflegeheim Breisach
August-Erlacher-Straße 1 | Breisach | Telefon (07667) 94815-0 | www.seniorenpflegeheim-breisach.de

Seniorenpflegeheim Breisach: ein offenes Haus

Das Haus bietet eine moderne, lichtdurchflutete Architektur und auf zwei Stockwerken insgesamt 92 nach Süden ausgerichtete Zimmer. Zwischen den Wohneinheiten befinden sich thematisch geordnete Gärten, von dort aus hat man einen Ausblick auf das imposante Breisacher Münster. Es lässt sich gut leben im Pflegeheim Breisach.

Das Seniorenpflegeheim wird von der Evangelischen Stadtmission Freiburg e.V. getragen; es ist ein christlich geprägter, der Ökumene verpflichteter Ort, katholische und evangelische Gottesdienste gehören mit zum Angebot. Die Einrichtung ist gemeinnützig und versteht sich als offenes Haus. Viele Ehrenamtliche helfen mit und umsorgen die Bewohnerinnen und Bewohner.

Das mehr als 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter starke Personal ist unter anderem auch in der Biografiearbeit geschult. Die Biografiearbeit ist eine wissenschaftliche Methode, die Menschen im Alter helfen kann, das Leben leicht oder leichter zu nehmen und sich in der Rückschau und Erinnerung mit Vergangenem zu versöhnen.

Wer im Breisacher Pflegeheim lebt, entscheidet selbst, inwieweit er oder sie an der Gemeinschaft teilnehmen mag. Anders gesagt: Die Teilnahme ist freiwillig. Wer mag, liest seine Zeitung selbst. Aber es wird auch aus der Zeitung vorgelesen. Es gibt Gymnastikrunden und Spaziergänge, Gesellschaftsspiele und Feste. Jeder, der mag, kann sein Zimmer nach eigenen Vorstellungen einrichten und mit persönlichen Gegenständen dekorieren.

Das Breisacher Pflegeheim bietet auch die Tagespflege an. Bis zu zehn Gäste pro Tag finden hier Platz. Die Tagespflege bietet im Tagesablauf feste Strukturen, so dass sich die Gäste leichter einfinden. Das aktivierende Programm ist jeweils abgestimmt auf die Tagesform der Gruppe, aber auch auf die jeweilige Jahreszeit. Gemeinsam wird gekocht oder gebacken. Singen, Geschichten hören, Gedächtnisspiele und manches mehr gehören dazu.

Neben der Stationären Pflege, der Betreuung in behüteten Wohngruppen und der Sozialbetreuung, gehören folgende Angebote zum Repertoire:

  • Physiotherapie
  • Logotherapie
  • Ergotherapie
  • Fußpflege
  • Nachbarschaftshilfe
  • Hospizdienst

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HNO-Ärzte
 

 
 
Prof. Dr. med. Wolfgang Maier
HNO-Praxis
Poststraße 12 | Breisach | Telefon (07667) 7475


Innere Medizin
 

 
 
Dr. med. Bernhard Walter / HELIOS ROSMANN Klinik
Facharzt für Innere Medizin
Zeppelinstraße 372 | Breisach | Telefon (07667) 84 251


Dr. med. Erwin Grom
Facharzt für Innere Medizin, Arbeitsmedizin
Kolpingstraße 13 | Breisach | Telefon (07667) 911 59-44


Dr. med. Ingrid Frieser
Praxis für Allgemeine und Innere Medizin
Richard-Müller-Straße 3b | Breisach | Telefon (07667) 9069 357 | www.arztpraxis-frieser.de


Dres. med. Beate Lorz, Werner Lorz, Petra Schick-Löffelhardt
MVZ Innere Medizin
Richard-Müller-Straße 3d | Breisach | Telefon (07667) 833 443


Kieferorthopäden
 

 
 
Dr. med. dent. Ute Rothe
Praxis für Kieferorthopädie und Zahnmedizin
Rheintorstraße 1 | Breisach | Telefon (07667) 6909


Kinderärzte
 

 
 
Dres. med Clemens Bürger, Christian Steuber
Kinder- und Jugendpraxis ARCHE
Neutorstraße 20 | Breisach | Telefon Telefon Hauptpraxis Hugstetten (07665) 24 24, Praxisfiliale Breisach (07667) 941 3124 | www.kinderaerzte-team.de


Dres. med. Hubert Mund & Heidrun Braun
Kinderarztpraxis
Kolpingstraße 17 | Breisach | Telefon (07667) 450


Orthopädie
 

 
 
Dr. med. Stefan Kleinert / HELIOS Rosmann Klinik
Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie
Zeppelinstraße 37 | Breisach | Telefon (07667) 84 313


Dres. med. Manfred Harms und Ralf Nitsche / Medizinisches Versorgungszentrum, HELIOS Rosmann Klinik
Facharzt für Orthopädie
Zeppelinstraße 37 | Breisach | Telefon (07667) 843-75


Osteopathie
 

 
 
Eric Pfeiffer
Physiotherapeut, Heilpraktiker
Richard-Müller-Straße 18 | Breisach | Telefon (07667) 941 692 | www.osteopathie-breisach.de


Physiotherapie
 

 
 
Anja Plettenberg
Krankengymnastik
Neutorplatz 6 | Breisach | Telefon (07667) 942 6136


Birgit Hassler-Küberling
Praxis für Krankengymnastik und Physiotherapie
Schwarzwaldstraße 13 | Breisach | Telefon (07667) 942 715


Krankengymnastik Moitrel GmbH
Physiotherapie
Küferstraße 1a | Breisach | Telefon (07667) 942 315


Mooswaldklinik – MH PhysioAktiv
Zeppelinstraße 37 | Breisach | Telefon (07668) 84-300 | www.mooswaldklinik.de


Renate Ott
Physiotherapie
Gewerbestraße 12 | Breisach-Gündlingen | Telefon (07668) 281


Riadh Greven
Physiotherapie
Hohenzollernstraße 1 | Breisach | Telefon (07667) 940 404


Sonja Wode
Massagepraxis
Ida-Frank-Straße 2b | Breisach | Telefon (07667) 833 125 | www.cranioschule-wode.de


Psychiater, Psychologen, Psychotherapeuten
 

 
 
Dr. med. Axel Hammen
Facharzt für Neurologie und Psychiatrie
Zeppelinstraße 37 | Breisach | Telefon (07667) 6392


Dr. med. Christiane Walesch-Schneller
Praxis für Psychotherapie
Radbrunnenallee 15 | Breisach | Telefon (07667) 7305


Dr. med. Klaus Kraft
Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie
Leo-Woleb-Straße 1 | Breisach | Telefon (07667) 940 160


Dr. med. Peter Loebel
Praxis für Psychosomatische Medizin, Psychotherapie
Kantstraße 7a | Breisach | Telefon (07667) 911 39 39


Dr. med. Sylke Pfeiffer-Externbrink
Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Bahnhofstraße 7-9 | Breisach | Telefon (07667) 942 610 | www.kjp-breisach.de


Gerhard Kopp
Psychologische Beratung
Halbmondstraße 10c | Breisach | Telefon (07667) 940 188


Schmerztherapie
 

 
 
Praxis Dr. med. Peter Thunert
Schmerztherapie Praxisklinik Breisach
Zeppelinstraße 37 | Breisach | Telefon (07667) 942 8094 | www.schmerztherapie-breisach.de

Fachmann für Schmerzen aller Art

In dem Buch „55 Gründe Arzt zu werden“ macht sich der Arzt und Autor Markus Müschenich einen Spaß und fasst kokett zusammen: „Ärzte haben den Beruf mit dem höchsten Prestige und arbeiten an den Grenzen des Lebens. Sie können überall tätig sein, verdienen immer noch vergleichsweise gut und sicher ihr Geld und bleiben auf Partys nie allein.“ Peter Thunert hatte einst einen triftigen Grund Medizin zu studieren und der Dr. med. zu werden, der er heute ist: „Ich hatte als Jugendlicher einen schweren Verkehrsunfall und war dadurch mit der Intensivmedizin konfrontiert. Das hat mich interessiert.“

Dr. med. Peter Thunert, Jahrgang 1958, eröffnete 2012 in der Helios Rosmann Klinik in Breisach eine Praxisklinik für Schmerztherapie (eine Zweigpraxis unterhält er in Waldkirch). Im Gespräch erscheint er als leidenschaftlicher Fachmann, mit dem man sich stundenlang über Schmerz- und Palliativmedizin unterhalten könnte; über Kinder, die von chronischen Schmerzen geplagt sind, weil Vernachlässigung und seelische Not in körperliche Pein umschlagen; darüber, was die Patienten eigentlich gemacht haben, ehe die in den USA begründete Disziplin der Schmerzmedizin mit 30 Jahren Verspätung in den 1970er-Jahren sich auch in Deutschland etablierte.

In Hildesheim geboren, mag Dr. Thunert im ersten Moment als nüchterner Norddeutscher rüberkommen, präzise, schnell auf den Punkt, etwas unterkühlt. Aber das täuscht. Wahr ist, dass Thunert gerne konzentriert über die Arbeit spricht. Fragt man ihn, was er sonst so macht, entgegnet er: zu Kongressen gehen, Vorträge halten.

Und was lesen Sie gerade? Antwort: Fachbücher. Halt, neulich war noch ein populärwissenschaftliches Buch darunter – Harro Albrecht: „Schmerz, eine Befreiungsgeschichte“. Im Klappentext zum Buch heißt es: „Schmerz ist weit mehr als eine körperliche Empfindung. Schmerz erzählt von unserem Geist-Körper-Verhältnis ebenso wie von kulturellen Prägungen und religiösen Wertorientierungen.“

Sowas gefällt Dr. med. Peter Thunert. Auch wenn er seine eigene Sicht auf das Thema hat, teilt er den Ansatz, wonach es keine einfachen Lösungen gebe. Weil es bei chronischen Schmerzen selten genügt, den Schmerz mit Schmerztabletten zu betäuben oder das Schmerzempfinden mit opiumhaltigen Arzneimitteln, so genannten Opiaten, zu verschleiern.

Thunert setzt vielmehr auf eine „interdisziplinäre, multimodale Schmerztherapie unter Berücksichtigung neuester Therapieleitlinien und Behandlungsempfehlungen, ambulant wie stationär“, wie er auf seiner Webseite schreibt. Unter einer multimodalen Schmerztherapie versteht man die gleichzeitige, inhaltlich eng aufeinander abgestimmte Behandlung chronischer Schmerzen durch unterschiedliche therapeutische Disziplinen. In der Praxis arbeiten Ärzte, Psychologen und Psychotherapeuten, Physiotherapeuten und Ko-Therapeuten Hand in Hand.

Thunert wechselte 2004 von München als Anästhesiearzt nach Freiburg und eröffnete eine Praxis als niedergelassener Schmerztherapeut. Seither hat er in der Region ein Netzwerk von Fachärzten geknüpft, die auf Schmerzmedizin sensibilisiert sind und die, wenn sie nicht mehr weiterwissen, Patienten an den Schmerztherapeuten überweisen.

Thunert, der sich schon als Student nach einschlägiger wie einschneidender Erfahrung mit der Intensivmedizin beschäftigte, ist seinem Wissensgebiet all die Jahrzehnte über treu geblieben. Die Intensivmedizin meint Diagnostik und Therapie lebensbedrohlicher Zustände oder Krankheiten, also die Arbeit auf der Intensivstation. Thunert wurde Anästhesist, denn zur Arbeit des Anästhesisten gehört neben der Intensiv- und Notfallmedizin auch die Schmerztherapie. Er war Oberarzt in Bremerhaven und Hamburg und begann sich als Chefarzt in München mit Palliativmedizin zu beschäftigen.

So wie er für die Schmerzmedizin öffentlich warb, hielt er auch Vorträge über die palliative (= schmerzlindernde) Versorgung und Therapie Schwerstkranker mit begrenzter Lebenserwartung. Thunert: „Die Zufriedenheit der Patienten, die Dankbarkeit der Angehörigen, das waren für mich sehr berührende Momente.“

Zum Schluss offenbart der Doc doch noch eine zweite Leidenschaft: Er spielt Bass, gründete mit Kollegen vor langer Zeit eine Klinik-Combo, bewarb sich mit dieser für den Unterhaltungsteil beim Urologen-Kongress, wurde genommen und trat 1994 vor stattlicher Kulisse in der Stuttgarter Schleyerhalle auf. Der Bass steht heute im Keller und im CD-Player liegt oft und gerne Jazz von Stacey Kent auf.

Eine dritte Leidenschaft könnte, pathetisch formuliert, für einen Schmerzmediziner schlicht der Lebensgenuss sein. Neulich hatte Dr. Thunert Kollegen aus ganz Deutschland an den Kaiserstuhl eingeladen. „Die sagten: Weißt du eigentlich, wie paradiesisch du hier lebst?“

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Urologie
 

 
 
Dr. med. Martin Kalchthaler / HELIOS Rosmann Klinik
Facharzt für Urologie
Zeppelinstraße 37 | Breisach | Telefon (07667) 1024


Zahnmedizin
 

 
 
Dr. med. dent. Andrea Kiss
Praxis für Zahnmedizin
Vogesenstraße 4 | Breisach | Telefon (07667) 7585


Dr. med. dent. Gabriele Ober & Anna S. Schäffer
Praxis für Zahnmedizin
Bahnhofstraße 7-9 | Breisach | Telefon (07667) 92 99 66 | www.zahnarzt-ober.de


Dr. med. dent. Martina Michels
Praxis für Zahnmedizin
Rempartstraße 10 | Breisach | Telefon (07667) 940 345 | www.zahnarzt-praxis-breisach.de


Dr. med. dent. Tarek Jamal
Praxis für Kieferorthopädie
Richard-Müller-Straße 3b | Breisach | Telefon (07667) 942 3737


Dr. med. dent. Walter Pumple
Praxis für Zahnmedizin
Hohenzollernstraße 1 | Breisach | Telefon (07667) 1815


Dres. med. dent. Klemens Groß & Silke Hauptmann
Praxis für Zahnmedizin
Neuer Weg 14 | Breisach | Telefon (07667) 912 424 | www.zahnaerzte-gross-hauptmann.de


Dres. med. dent. Petra Hakes & Peter Hakes
Breisgaupraxis für Zahnmedizin
Neutorstraße 37 | Breisgau | Telefon (07667) 7515 | www.breisgaupraxis.de


Änderungen und Irrtümer vorbehalten.